| Leuchtet blau auch im Dunkeln |
| Gleiche Farbe bei Licht |
| Druck bis zu 200 mm/s |
| Für effektvolle 3D-Projekte |
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PLA-Filament, das im Dunkeln leuchtet, mit der gleichen Farbe bei Tageslicht und im Dunkeln. Phosphoreszierender Effekt, erfordert eine gehärtete Düse. 1,75 mm, 1 kg.
Polymaker Panchroma PLA Luminous stellt eine faszinierende Innovation im Bereich der Spezialfilamente für den 3D-Druck dar, die die Standardeigenschaften von PLA mit der einzigartigen Fähigkeit der Phosphoreszenz, also dem Leuchten im Dunkeln, kombiniert. Dieses Material, das früher unter der Bezeichnung PolyLite Luminous PLA bekannt war, wurde im Zuge einer Umstrukturierung des Produktportfolios von Polymaker umbenannt, wobei alle seine außergewöhnlichen Eigenschaften und Merkmale beibehalten wurden. Der Lumineszenzeffekt dieses Filaments basiert auf dem Prinzip der Phosphoreszenz, bei dem das Material Energie aus einer Lichtquelle absorbiert und diese anschließend über einen längeren Zeitraum in Form von sichtbarer Strahlung allmählich wieder abgibt, was einen beeindruckenden Glow-in-the-Dark-Effekt erzeugt. Diese Technologie ist das Ergebnis jahrelanger Forschung auf dem Gebiet photolumineszierender Materialien und deren Integration in thermoplastische Polymere, die für den 3D-Druck geeignet sind. Ein wesentliches Merkmal von Panchroma Luminous PLA ist die Tatsache, dass die Farbe des Materials sowohl bei Tageslicht als auch beim Leuchten im Dunkeln konsistent bleibt. Dies stellt einen bedeutenden Unterschied zur verwandten Variante Panchroma Glow PLA dar, die bei Tageslicht eine natürliche Farbe aufweist und erst im Dunkeln ihr charakteristisches Leuchten entwickelt.
Diese Eigenschaft macht die Luminous-Variante ideal für Anwendungen, bei denen Farbkonsistenz über verschiedene Lichtverhältnisse hinweg gefordert ist. Die in die Polymermatrix integrierten phosphoreszierenden Pigmente sind in der Lage, bei einer Lichteinwirkung von etwa 30 Minuten Energie zu speichern, wobei die Intensität und Dauer des Leuchtens von der Qualität und Intensität der ursprünglichen Lichtquelle abhängen. Eine optimale Aufladung erfolgt bei Bestrahlung mit UV-Licht oder intensivem weißem Licht, das ausreichend Energie für die Anregung der Elektronen in den Luminophoren liefert. Das technologische Prinzip der Phosphoreszenz besteht in der Anregung von Elektronen in metastabile Energieniveaus, von wo aus sie unter gleichzeitiger Emission von Photonen allmählich in den Grundzustand zurückkehren. Dieser Prozess unterscheidet sich grundlegend von der Fluoreszenz, bei der die Lichtemission nur während der Anregung erfolgt und sofort nach Entfernung der Lichtquelle aufhört. Phosphoreszierende Materialien verwenden spezielle Luminophore auf Basis seltener Erden oder mit Übergangsmetallen dotierter Zinksulfide, die eine langfristige Energiespeicherung und deren schrittweise Freisetzung ermöglichen. Die Nachleuchtdauer kann mehrere Stunden betragen, wobei die Intensität des Leuchtens gemäß einer Kinetik erster Ordnung exponentiell mit der Zeit abnimmt.
Die Wahl des spezifischen Luminophortyps beeinflusst nicht nur die Intensität und Dauer des Leuchtens, sondern auch die resultierende Farbe des emittierten Lichts, die im Fall der Luminous-Variante der Materialfarbe bei Tageslicht entspricht. Das Material erfordert spezifische Verarbeitungsbedingungen, die seine einzigartige Zusammensetzung widerspiegeln. Die Düsentemperatur liegt im Bereich von 190 °C bis 230 °C, was den Standardparametern für PLA entspricht. Die Anwesenheit von phosphoreszierenden Pigmenten erfordert jedoch aufgrund der abrasiven Natur dieser Partikel die Verwendung einer gehärteten Düse. Standard-Messingdüsen würden bei langfristiger Nutzung übermäßigem Verschleiß unterliegen, was zu einer Änderung des Austrittsdurchmessers und einem anschließenden Verlust der Druckpräzision führen würde. Gehärtete Düsen aus Edelstahl mit Wolframcarbid-Beschichtung oder Rubindüsen bieten eine ausreichende Abriebfestigkeit bei gleichzeitig optimalen thermischen Eigenschaften. Die Investition in eine hochwertige gehärtete Düse amortisiert sich schnell durch eine konsistente Druckqualität und eine verlängerte Lebensdauer des Druckzubehörs. Die Temperatur des beheizten Druckbetts sollte zwischen 25 °C und 60 °C eingestellt werden, wobei der optimale Wert von den spezifischen Druckbedingungen und der Art der verwendeten Oberfläche abhängt.
Kompatible Oberflächen umfassen Glas, Blue Tape und spezialisierte Adhäsionsflächen wie BuildTak, die eine zuverlässige Haftung der ersten Schicht ohne das Risiko von Verformungen oder Ablösungen während des Drucks bieten. Eine aktive Kühlung durch den Lüfter ist unerlässlich, um eine optimale Oberflächenqualität zu erzielen und scharfe Details zu erhalten, insbesondere beim Drucken von Überhängen und Brücken. Eine korrekte Einstellung des Luftstroms gewährleistet ein schnelles Erstarren des extrudierten Materials, was das Risiko von Verformungen minimiert und die Gesamtgenauigkeit des gedruckten Objekts verbessert. Die mechanischen Eigenschaften des Materials wurden durch standardisierte Tests gründlich charakterisiert, die ein umfassendes Bild des Materialverhaltens unter verschiedenen Belastungsarten liefern. Der Youngsche Elastizitätsmodul erreicht einen Wert von 2636 ± 330 MPa, was auf eine relativ hohe Materialsteifigkeit hindeutet, die mit Standard-PLA vergleichbar ist. Dieser Wert bestimmt das Maß der Materialverformung bei Einwirkung einer äußeren Kraft und ist entscheidend für die Konstruktion von Funktionsteilen, die Maßhaltigkeit erfordern. Die Zugfestigkeit von 46,6 ± 0,9 MPa bietet eine ausreichende strukturelle Integrität für die meisten Anwendungen, während die Biegefestigkeit von 85,1 ± 2,9 MPa die Beständigkeit gegen Verformung unter Last gewährleistet. Die Schlagzähigkeit nach Charpy beträgt 2,7 ± 0,2 kJ/m², was ein typischer Wert für spröde Thermoplaste ist und auf die Notwendigkeit eines vorsichtigen Umgangs mit den gedruckten Objekten bei Stoßbelastungen hinweist.
Die thermischen Eigenschaften des Materials bestimmen seine Anwendungsgrenzen und Verarbeitungsbedingungen, die für optimale Ergebnisse sorgfältig beachtet werden müssen. Die Glasübergangstemperatur von 61 °C stellt einen kritischen Wert dar, bei dem das Material vom gläsernen in den viskoelastischen Zustand übergeht, was den Einsatz in Anwendungen begrenzt, die erhöhten Temperaturen ausgesetzt sind. Die Vicat-Erweichungstemperatur von 63 °C bestätigt diese Temperaturgrenze und definiert die maximale Betriebstemperatur zur Aufrechterhaltung der Maßstabilität. Die Schmelztemperatur von 150 °C bestimmt die Mindesttemperatur, die für das vollständige Aufschmelzen der kristallinen Phase des Polymers während des Extrusionsprozesses erforderlich ist. Diese Parameter müssen bei der Konstruktion von Anwendungen und der Wahl des Standorts der Endprodukte berücksichtigt werden, um Verformungen oder Funktionsverluste zu vermeiden. Eine maximale Druckgeschwindigkeit von bis zu 200 mm/s ermöglicht eine effiziente Produktion, obwohl für ältere Drucker eine niedrigere Geschwindigkeit zur Gewährleistung optimaler Qualität empfohlen wird. Der Hochgeschwindigkeitsdruck erfordert eine präzise Kalibrierung des Extruders und der Temperaturparameter, um eine konsistente Extrusion und ausreichende Haftung zwischen den Schichten zu gewährleisten.
Die Retraktionseinstellungen variieren je nach Extrudertyp, wobei für Direct-Drive-Systeme ein Rückzugsweg von 1 mm bei einer Geschwindigkeit von 20 mm/s empfohlen wird, während Bowden-Systeme aufgrund des längeren Abstands zwischen Antriebsmechanismus und Düse 3 mm bei 40 mm/s erfordern. Die Optimierung dieser Parameter für den jeweiligen Drucker kann die Qualität der fertigen Drucke erheblich verbessern und gängige Probleme wie Stringing oder Oozing minimieren. Der Trocknungsprozess des Filaments bei 55 °C für 6 Stunden ist nur im Falle einer Feuchtigkeitsaufnahme erforderlich, die die Druckqualität durch Blasenbildung, Knistern oder Schichtablösung negativ beeinflussen kann. Alternativ kann eine höhere Temperatur von 80 °C für 8 Stunden verwendet werden, um Feuchtigkeit gründlicher zu entfernen, insbesondere wenn das Material über einen längeren Zeitraum hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt war. Eine korrekte Lagerung in einer trockenen Umgebung mit einer relativen Luftfeuchtigkeit unter 40 Prozent verlängert die Lebensdauer des Materials erheblich und bewahrt seine optimalen Eigenschaften. Die Verwendung von hermetisch verschlossenen Behältern mit aktivem Trockenmittel stellt die beste Lösung für die Langzeitlagerung dar, die die Materialqualität auch nach mehreren Monaten sicherstellt.
Die Kompatibilität mit Multi-Color-Systemen ist technisch möglich, jedoch wird die Verwendung mit automatischen Materialwechselsystemen wie dem Bambu AMS aufgrund der abrasiven Natur des Filaments nicht empfohlen, da dies zu vorzeitigem Verschleiß der Zahnräder des Vorschubmechanismus und der PTFE-Schläuche führen kann. Dieses Problem kann teilweise durch die Verwendung gehärteter Komponenten oder den regelmäßigen Austausch verschlissener Teile gemildert werden, jedoch ist für den Langzeitgebrauch ein manueller Filamentwechsel vorzuziehen. Anwender, die Multimaterialdrucke mit lumineszierenden Materialien benötigen, sollten die Investition in spezialisierte Vorschubsysteme in Betracht ziehen, die für abrasive Filamente ausgelegt sind. Das Anwendungsspektrum von Panchroma Luminous PLA umfasst eine breite Palette kreativer und funktionaler Nutzungen, die von den einzigartigen Eigenschaften dieses Materials profitieren. Die Herstellung von Leuchtstäben, Figuren und Party-Dekorationen stellt eine beliebte Anwendung in der Unterhaltungsindustrie dar, wo der Phosphoreszenzeffekt den Produkten zusätzlichen Wert und Attraktivität verleiht. Halloween- und Weihnachtsschmuck erhalten durch die Fähigkeit, im Dunkeln zu leuchten, eine zusätzliche Dimension, was eine magische Atmosphäre schafft und ihren dekorativen Wert erhöht.
Sicherheitsmarkierungen und Fluchtwege können das langanhaltende Leuchten zur Orientierung bei Stromausfällen nutzen, was eine praktische Anwendung mit dem Potenzial darstellt, in Krisensituationen Leben zu retten. Bildungsmodelle und wissenschaftliche Demonstrationen der Phosphoreszenz bieten eine anschauliche Darstellung physikalischer Prinzipien und helfen Schülern, komplexe Konzepte der Quantenmechanik und Photochemie besser zu verstehen. Kunstinstallationen und interaktive Exponate in Museen nutzen die einzigartigen visuellen Eigenschaften, um fesselnde Erlebnisse zu schaffen, die bei den Besuchern einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Polymaker Panchroma PLA Luminous stellt somit ein spezialisiertes Material dar, das die kreativen Möglichkeiten des 3D-Drucks um faszinierende visuelle Effekte und funktionale Eigenschaften erweitert, die mit herkömmlichen Filamenten nicht erreichbar sind. Die Kombination von Standard-PLA-Eigenschaften mit phosphoreszierenden Fähigkeiten eröffnet neue Anwendungsbereiche von der Unterhaltungsindustrie über Sicherheitskennzeichnungen bis hin zu Kunstinstallationen und Lehrmitteln. Obwohl es spezifische Verarbeitungsbedingungen und Ausrüstungen erfordert, einschließlich einer gehärteten Düse und einer sorgfältigen Kontrolle der Druckparameter, machen die resultierenden Eigenschaften und das einzigartige Erscheinungsbild dieses Material zu einem wertvollen Werkzeug für die Realisierung innovativer Projekte, die funktionales Leuchten direkt integriert in die Struktur des gedruckten Objekts erfordern.
Eigenschaften:
| Zubehörtyp | |
| Art des Zubehörs | Filament |
|---|---|
| Konstruktion, Material und Farbe | |
| 3D-Druckmaterial | PLA |
| Drucktechnologie | FDM |
| Größe und Gewicht | |
| Abmessung Höhe | 200 mm |
| Abmessung Breite | 200 mm |
| Abmessung Tiefe | 65,6 mm |
| Gewicht | 1000 g |